Wenn ich einmal tot bin, wie geht es weiter? Ich glaube fest daran, dass zwar das irdische Dasein endet, dass sich das Leben dann aber auf einer nächsten Ebene fortsetzt! Eine wichtige Rolle spielen dabei Engel, die ständig anwesend sind und im richtigen Augenblick den Weg weisen.

Engel als unsichtbare Begleiter

Feinstoffliche Sinneseindrücke

Ganz gleichgültig, auf welche Weise ein Mensch stirbt, es stehen Engel an seiner Seite, die ihn auf seinem Weg in die andere Welt geleiten. Möglicherweise erfolgt der Tod so abrupt, dass der Mensch sich dessen gar nicht bewusst ist. Er wähnt sich dann lediglich an einem anderen Ort und fühlt sich desorientiert. Er nimmt die Engel um sich herum zunächst nicht wahr und muss sich ein wenig zurechtfinden. Früher oder später erkennt er jedoch die himmlischen Wesen und vertraut sich ihrer Führung an.

Der Mensch, der ganz bewusst von dieser Welt geht, nimmt vielleicht schon vor seinem Tod Engel und geistige Wesen um sich herum wahr. Er steht bereits im Dialog mit ihnen und fühlt sich getröstet und gehalten. Beim Eintritt des Todes ist er dann von wundervollem Licht umgeben und Liebe durchströmt ihn in nie gekannter Weise.

Gemeinsam mit seinen Engeln wandert er über einen Weg und findet sich in Landschaften wieder, die an Farbenpracht alles übertreffen, was er je betrachtet hat. So intensiv, bunt und prächtig ist alles, dass er sich nicht sattsehen kann! Alles, was mit den Sinnen zu begreifen ist, erschließt sich in unendlicher Intensität und ist so schön, dass man es mit Worten gar nicht beschreiben kann!

Traumwelt auf der anderen Seite

Da jedoch jeder Mensch zu Lebzeiten von ganz unterschiedlichem Naturell ist und sein Umfeld entsprechend gestaltet, zeigt sich das auch in der geistigen Welt, denn der Mensch erschafft sich seine Umgebung auch weiterhin. Wenn jemand zum Beispiel mit düsteren Gedanken von dieser Welt geht, findet er sich auf der anderen Seite möglicherweise in einem grauen, dämmrigen, blätterlosen Wald wieder und weiß erst einmal gar nicht, warum er dort ist. Ganz sicher sind seine Schutzengel um ihn, aber ich glaube, sie halten sich zunächst entfernter von ihm auf, denn es ist die Aufgabe des Menschen, selbst Dinge und Zusammenhänge zu erkennen. Seine Engel beschützen ihn aus der Ferne, und es ist oberstes Gesetz, dass der freie Wille des Menschen nicht angetastet wird. Und so wird er zunächst mit seinem eigenen Trübsinn konfrontiert, sowie all den Dingen, die sich dahinter verstecken.

Dadurch, dass der Mensch erst einmal auf sich allein gestellt ist, hat er Verantwortung für sein Denken und Tun zu übernehmen. Selbstverständlich darf er sich erst einmal weigern, weiter voranzuschreiten. Vielleicht braucht er noch mehr Zeit, um wirklich zu tiefen Erkenntnissen zu gelangen. Irgendwann jedoch ist sein Leidensdruck so groß, dass er sich auf die Suche machen will nach Wissen - Wissen darüber, warum sein bisheriges Leben so verlaufen ist und warum er jetzt da steht, wo er steht. Und mit diesem brennenden Wunsch spricht er vielleicht irgendwann ein Gebet, auch wenn er zu Lebzeiten an keinen Gott geglaubt hat. Dann stehen die Engel an seiner Seite, es wird heller, lichter, und gemeinsam gehen sie weiter zu einem viel schöneren Platz. Und so geht es ständig voran, eine Stufe nach der anderen wird erklommen, und es können jeweils viele Jahre vergehen.

Gott finden

Wäre es nicht wundervoll, wenn der Mensch dann schließlich irgendwann vor einer Art Nebelwand steht, diese sich lüftet, hebt und weggezogen wird wie ein Schleier? Und wie befreit sieht der Mensch plötzlich glasklar, dass sich alle Illusionen in Rauch aufgelöst haben, und mit den ganz persönlichen Erkenntnissen spürt der Mensch tiefe Freude und kann sich fallen lassen in das Gefühl von Verschmelzung mit dem Großen Einen.