Immer wieder kommt es vor, dass jemand eine Weile körperlich tot ist und sich nach der Wiederbelebung an seine Erfahrungen in diesem Zeitraum erinnert. Diese Erinnerungen können von unschätzbarem Wert sein, wenn es um die Erforschung des Lebens nach dem Tode geht. Ebenso könnten sie reine Illusion sein, ein Wunschdenken, das nur von körpereigenen Glücksstoffen ausgelöst wurde und Traumbilder erzeugt. Derartige Erfahrungen haben die folgenden beiden aufgezeichneten Wege beeinflusst, die sich damit beschäftigen, was beim Sterben und unmittelbar danach passieren könnte.

Was beim Sterben geschieht

Licht am Ende des Tunnels

In Nahtoderfahrungen wird häufig von einem Licht am Ende eines Tunnels berichtet. Die menschliche Seele wird davon angezogen und tritt hindurch. Vielleicht wird man von bereits verstorbenen Freunden und Verwandten dabei begleitet. Vielleicht warten die erst auf der anderen Seite.

Einige Menschen sind davon überzeugt, dass sie während ihres nahenden Todes kurz in einer jenseitigen Welt waren, die sich hinter diesem Licht befindet. Dabei wird von Farben und Formen berichtet, die sich nicht beschreiben lassen und die man mit unseren irdischen Augen vermutlich nicht wahrnehmen könnte.

Aufgehen der Seele in der Gegenwart

Wenn die Seele den irdischen Körper verlässt, muss man nicht unbedingt in eine jenseitige Dimension wandern. Vielleicht bleibt das Bewusstsein erst einmal auf dieser Welt, lässt sich darin treiben und genießt seine neuen feinstofflichen Sinne.

Am Ende des Films "American Beauty" sowie am Anfang des Piloten der Serie "Desperate Housewives" wird dieses Treibenlassen nach dem Tode filmisch dargestellt. Das Bewusstsein ist überglücklich, genießt seine Sinneseindrücke, die Natur, das Leben im Augenblick. Es kennt keine Sorgen mehr, keine Bindungen, nur Freiheit und das momentane Glück.

In einem unendlich wirkenden Auf und Ab abwechslungsreicher Freuden wird man für alles Leid und alle Strapazen auf Erden belohnt. Nichts ist mehr wichtig. Es gibt keine Furcht und keinen Groll. Mögliche Verbitterung und Traurigkeit spielen keine Bedeutung mehr. Man versöhnt sich mit Gott, dem Leben und dem Universum. So könnte sogar die Ewigkeit aussehen, denn sie ist einfach wundervoll und durch dieses Auf und Ab wird es niemals langweilig, gibt es stets Abwechslung. Denkbar ist aber auch, dass ein solcher Zustand eine Art Zwischenschritt ist, der vor dem eigentlichen Eintritt ins Jenseits liegt.