Viele Jenseitsbilder orientieren sich an dem Leben auf dem Planeten Erde. Sie wirken oft wie eine Fortführung der diesseitigen Welt unter besseren oder zumindest fortgeschritteneren Bedingungen. Das gilt nicht nur für jene Modelle, die auf dieser Webseite unter der Rubrik "Leben nach dem Tod" beschrieben werden, sondern auch für die Jenseitsvorstellungen der Religionen.

Ewige Reise

Jenseitige Erweiterung des Bewusstseins

Es ist naheliegend, dass nach dem Tode erst einmal etwas folgt, an dem der Mensch anknüpfen kann, das ihm nicht völlig fremd ist. In früheren Zeiten wäre er weiter auf die Jagd gegangen und hätte sich über reiche Jagdgründe, üppige Wälder und satte Ernten gefreut. Heutzutage ist es vermutlich das materiell abgesicherte Leben auf einem schönen Landsitz oder in einer städtischen Luxuswohnung. Doch selbst wenn das alles in einer Welt voller Wunder und Mystik stattfindet, mit intensiveren Klängen und Farben, liegt hier noch lange nicht die Grenze unserer Vorstellungskraft.

Schritt für Schritt entwickelt sich das Bewusstsein weiter. Es kann zunehmend mehr verstehen, hat eine immer feinere Wahrnehmung. Alleine schon das diesseitige Gehirn könnte um ein Vielfaches mehr leisten. Sehr wahrscheinlich ist das menschliche Gedächtnis in astralen Welten wesentlich komplexer und leistungsfähiger, da es von der Schwere irdischer Materie befreit ist. Doch damit hat man sich erst einmal zurechtfinden, was nicht von heute auf morgen geht. Auch der jenseitige Mensch muss nach Bewusstseinserweiterung und Wachstum streben, zumindest wenn er sich weiterentwickeln möchte.

Die Reise geht weiter

Irgendwann dürfte dem Menschen das Dasein in einer astralen Welt, die an unsere Erde erinnert, nicht mehr reichen. Dann verlässt er den Ort, an dem er sich befindet, und steigt in höhere Sphären auf.

Möglich wäre hier vieles. Es könnte irgendwann direkt in den religiösen Himmel gehen, der frei von allem Niederen ist. Ebenso könnten auf dem Menschen unzählige Welten warten, die ihn immer höher aufsteigen lassen. In diesen Welten kommen womöglich zusätzliche Dimensionen hinzu. Der Raum ist dann nicht mehr dreidimensional, sondern erhält eine oder mehrere zusätzliche Ebenen, mit denen man erst einmal klarkommen muss, um sich darin zu bewegen. Die Zeit könnte anders erlebt werden, nicht mehr ausschließlich linear, sondern viel umfassender. Ebenso denkbar wäre, dass die Zeit komplett aus dem Bewusstsein verschwindet.

Neue Lebensformen und Wege der Kommunikation warten darauf, entdeckt zu werden. Das Leben, die gesamte Welt, Gott, alles wird aus einer höheren Warte wahrgenommen. Und immer, wenn man denkt, den Höhepunkt der Entwicklung erreicht zu haben, gar ein gottähnliches Wesen zu sein, muss man feststellen, dass man eigentlich gar nichts weiß und nur ein kleiner Tropf ist, der noch einen sehr langen Entwicklungsweg vor sich hat, trotz der abertausenden Lebensjahren, die hinter einem liegen. Doch im Vergleich zur Ewigkeit ist das nicht einmal der Bruchteil eines Atemzugs.