Zacharias ist Priester und Ehemann. Er erledigt seinen Dienst gewissenhaft, bis ihm im Tempel ein Engel erscheint. Es handelt sich dabei um den Erzengel Gabriel, dessen Name in der Bibel genannt wird. Der spricht davon, dass Zacharias und seine Frau Elisabeth Eltern werden sollen, dabei sind sie dieser Lebensphase längst entwachsen.

Engelerscheinung Zacharias

Zacharias glaubt dem Engel nicht. Zur Strafe wird er aus dieser Begegnung stumm zurückbleiben. Man könnte auch sagen, es habe ihm die Sprache verschlagen. Er ist so überrascht, dass er nichts mehr zu sagen weiß. Elisabeth empfängt ein Kind und freut sich, weil nun ihre Akzeptanz unter den Mitmenschen wächst. Kinderlose Frauen hatten es in dieser Zeit nicht leicht.

Als das Kind geboren wird, will sie ihn Johannes nennen, doch die Nachbarn und Freunde finden das seltsam, denn niemand in ihrer Familie trägt diesen Namen. Sie denken wohl, er müsse wie Zacharias heißen. Doch auch der immer noch stumme Zacharias schreibt den Namen Johannes auf eine Tafel. Im selben Augenblick findet er seine Sprache wieder. Er kann laut aussprechen, was er sagen will und bekräftigen, dass das Kind diesen Namen tragen soll, den der Engel ihm genannt hat.

Jetzt, wo auch Zacharias Gottes Weisung erfüllt, erhält er seine Stimme zurück. Er kann sich deutlich äußern und auch zu dem stehen, was Elisabeth und er dort tun.

Ohne eigene Stimme werden wir nicht ernst genommen, ignorieren andere gerne unsere Wünsche. Es ist das nötige Selbstvertrauen erforderlich, um seine Meinung zu vertreten und sich Gehör zu verschaffen. Gott schenkt Zacharias dieses Selbstvertrauen, weil er ihm Glauben geschenkt hat.