Gideon sieht sich einem Engel gegenüber, der ihn mit einem Auftrag Gottes konfrontiert. Gegen eine Übermacht fremder Soldaten soll er mit den Israeliten antreten. Doch es geht den Israeliten schlecht und Gideon findet das Ansinnen lächerlich: Ein Gott, der sich so wenig um sein Volk kümmert, erwartet eine treue Gefolgschaft? Das ist doch zum Lachen. Er soll die Israeliten retten? Nein, nicht mit ihm. Er glaubt nicht an einen Gott, der sein Volk so leben lässt.

Gottesbeweis

Der Engel jedoch fährt härtere Geschütze auf. Er befiehlt Gideon, sein Mahl aus Brot und Fleisch auf einen Felsen zu legen, dort lässt er es im Nu zu einem Häuflein Asche verbrennen. Da wird Gideon aufmerksam. Noch zwei weitere Gottesbeweise verlangt er, damit er tut, was der Engel an ihn herangetragen hat. Gott zeigt sich gnädig und Gideon folgt endlich seinem Ruf.

Er scharrt seine Männer um sich, doch dieses Heer ist Gott zu gewaltig, obwohl auf Feindesseite mehr als 100.000 Gegner bereitstehen. Er verscheucht alle Kämpfer, die bereits vor Angst schlottern. Allen, die sich beim Trinken niederknien, empfiehlt er ebenfalls den Heimweg. Nur 300 hartgesottene Kämpfer braucht Gott, denn der Sieg wird ihnen bereits in einem Traum gezeigt.

Vielleicht hätte Gideon aber auch ohne Beweis von Gottes Gegenwart überzeugt sein sollte. Ihm gelang das Unmögliche, durch Glauben und der Hilfe höherer Mächte. Doch Glaube bekommt nicht immer einen Beweis. Manchmal muss man etwas Großes oder gar Unmögliches bewerkstelligen, ohne zu wissen, dass Gott einem beiseitesteht.

Die Männer haben ihren Sieg im Traum gesehen. Hier gibt die Bibel wohl einen Hinweis, dass man alles schaffen kann, wenn man seinen Erfolg vor Augen hat und fest daran glaubt.